Konzertreise Brüssel/Lille 2012

Eigentlich braucht man gar keine schönen Städte, wenn man mit einer Gruppe reist, mit der man sowohl den Tagesrhythmus als auch den Rhythmus der Musik teilt und die man viel intensiver kennenlernen wird, als man in fünf Tagen die Athmosphäre einer Stadt spüren kann. Trotzdem können wir uns sehr glücklich schätzen, dass wir in den zwei wunderschönen Städten Brüssel und Lille europäisches Flair genießen und gemeinsam mit dem Brüsseler Universitätschor Staint Louis zwei wunderschöne Konzerte geben durften.
Dass Verständigung auch ohne eine gemeinsame gesprochene Sprache sehr gut funktioniert, kann man immer wieder erfahren. Ganz besonders merkt man dies aber doch beim Musizieren.

Nach einer kurzen aber intensiven Probenphase in Leipzig fuhren wir am Morgen des 14. März 2012 mit zwei Bussen, vielen Instrumenten und 75 Musizierenden los. Nach neun Stunden Fahrt hatten sich die Sprache, die Häuser und die Straßen verändert. Im Bus hatten sich vor allem Vorfreude und Spannung aufgebaut. Als gemeinsames Projekt mit dem Brüsseler Universitätschor führten wir Mendelssohns Walpurgisnacht auf und mit Bravour meisterten die Brüsseler SängerInnen die musikalischen Herausforderungen (und komplizierte deutsche Aussprache). Neben der Walpurgisnacht spielten wir Brahms' Tragische Ouvertüre und Schuberts Unvollendete Sinfonie.

Als Konzertorte dienten uns zwei schöne Kirchen in beiden Städten mit einer Akustik, die uns die Kälte dort ohne Schwierigkeiten vergessen ließ. Als der Chor bei den Konzerten nach der Ouvertüre zu singen begann, waren wir alle hingerissen von der Energie, dem vollen schönen Klang und keiner - weder auf der Bühne noch im Publikum - blieb von Gänsehaut verschont.
Doch nicht nur die schönen Konzerte, die wir in Brüssel und Lille spielten, brachten uns unvergessliche Momente. Erwähnenswert sind zum Beispiel der herzliche Begrüßung durch unsere belgischen Partner, die Stadterkundungen, die vielen schönen Stunden im Bus, die allesamt wie im Fluge vergingen sowie der Empfang bei der Sächsischen Landesvertretung.

Einen schönen Abschluss bildete ein Abschlussgottesdienst in einer Liller Gemeinde, den wir musikalisch untermalten. Dann mussten wir Abschied nehmen von all diesen gastfreundlichen Leuten und traten erfrischt und mit guten Energien die Rückreise nach Leipzig an...

Bleibt nur noch zu danken: Dem einzigartigen Orga-Team, unserem Dirigenten Raphael Haeger, mit dem wir jetzt schon, nach nur einem Semester gemeinsamen Wegs so viel erlebt haben, dass wir ihn ganz fest in unsere Herzen geschlossen haben, und natürlich allen Unterstützern für die Ermöglichung dieser wunderbaren Zeit.