Norbert Hilger

Nobert Hilger begann als Sechsjähriger mit dem Violoncellospiel und wurde im Alter von zwölf Jahren in die Celloklasse von Prof. Friedemann Erben an der Leipziger Musikhochschule aufgenommen. Am selben Institut studierte er von 1982 bis 1989 bei Prof. Jürnjakob Timm.

Er nahm an internationalen Wettbewerben teil (u.a. Prager Frühling, Jeunesse Musicale Belgrad) und besuchte Meisterkurse bei Prof. Joseph Schwab (Berlin), Prof. Tscherwow (Kiew) und Prof. Sasha Vectomov (Prag). Konzerte führten ihn in viele europäische Städte. 1989 erhielt er sein erstes Engagement als Cellist am Großen Rundfunkorchester Leipzig, seit 1991 ist er stellvertretender Solocellist des MDR-Sinfonieorchesters.

Mit seiner musikalischen und Lebenspartnerin, der Violinistin Vera Hilger konzertiert er seit vielen Jahren im Hilgerduo. Es entstanden zahlreiche CDs, u.a. mit Werken von J. S. Bach, N. Paganini, W.A. Mozart. Gemeinsam gründeten sie 2008 die Julius-Klengel-Akademie, eine musikalische Bildungsstätte für Geiger und Cellisten.

Als Solist nahm Norbert Hilger beim Altenburger Label querstand Werke von Alfredo Piatti und Max Reger auf, im vergangenen Jahr erschien eine Gesamtaufnahme der Sonaten und Partiten von J. S. Bach für Violoncello in der Transkription des Interpreten. Eine CD-Produktion mit Werken von W. A. Mozart für Violoncello und Kammerorchester ist für Februar 2010 in der Landesakademie Sachsen, Schloss Colditz, geplant.

Norbert Hilger bemühte sich in den letzten Jahren besonders um die Aufführung selten gespielter Cellokonzerte des russischen Repertoires. So brachte er 2003 im Gewandhaus zu Leipzig das Concertino op. 132 von Sergej Prokofjew zur Leipziger Erstaufführung.

Mit dem Universitätsorchester Leipzig arbeitet Norbert Hilger seit dessen Gründung intensiv zusammen. Innerhalb der Patenschaft des MDR-Sinfonieorchesters bereitet er die Violoncellisten des LUOs auf ihre Konzerte vor.